Growschrank

Der Growschrank ist eigentlich nicht mehr und nicht weniger als ein Anzuchtschrank, in dem man Pflanzen aller Art zum Wachsen bringt. Der Growschrank wird allerdings meist im Haus verwendet statt irgendwo in der freien Natur. Das hat den Vorteil, dass die Pflanzen völlig unabhängig von der Jahreszeit, dem Wetter und den eigentlichen klimatischen Bedingungen gezogen werden können. Da der Schrank mit einer entsprechenden Beleuchtung ausgestattet ist, erlaubt er auch die Aufzucht von Pflanzen bei geschlossenen Türen. Dieses für die Leute interessant, die eine gewisse Diskretion bei ihrer Pflanzenzucht wahren wollen. Von außen sieht ein Growschrank zumeist wie ein gewöhnlich Schrank aus, der sogar abschließbar sein kann.

Es gibt natürlich Growschränke auf den entsprechenden Internetportalen in ganz unterschiedlichen Ausführungen zu kaufen. Doch sie werden genauso oft auch selbst gebaut, indem Spanplatten oder richtiges Holz verwendet. Es werden durchaus auch vorhandene Schränke wie ein Schlafzimmerschrank oder Vorratsschrank verwendet, um daraus einen Growschrank zu machen. Manchmal werden auch kleine Räume wie eine Abstellkammer oder eine nicht benötigte Duschkabine zu einem Growschrank umgebaut und umfunktioniert. Da für Pflanzen Wasser, Nährstoffe und vor allem Licht die wichtigen Faktoren für ihr Wachstum sind, muss also in jedem Growschrank eine entsprechende Beleuchtsanlage eingebaut werden. Dafür verwenden sehr viele Pflanzenzüchter Neonröhren.

Sobald sich bei gewissen die Pflanzen das Wachstum bis Blüte entwickelt hat, müssen die Neonröhren aber unbedingt gegen Hochdruck-Natriumdampflampen ausgetauscht werden. Diese speziellen Lampen sollten mit einem Vorschaltarmatur und einem entsprechenden Reflektor ausgestattet sein. Selbstverständlich muss ein Growschrank unbedingt auch eine Belüftungsanlage haben, damit die Pflanzen weder Schädlinge noch Pilzbefall erleiden. Es empfiehlt sich ein Rohrbelüftungssystem oder ein sogenannter Schneckenhauslüfter. Diese Anlagen sollten mit einem Aktivkohlefilter kombiniert werden, damit es nicht zu unangenehmen Gerüchen kommen kann. Zudem sollte in jedem Growschrank ein Thermometer und ein Hygrometer hängen, um ein gleichmäßiges Anzuchtklima für die empfindlichen Pflanzen zu gewährleisten.

Je nachdem, was der Pflanzenzüchter vorzieht, kann er seine Keimlinge in Anzuchterde setzen oder hydroponisch auf Kokosmatten oder auch Steinwolle. Da es inzwischen sogar Shops gibt, die sich auf das Zubehör für Growschränke und ähnliche Aufzuchtmöglichkeiten spezialisiert haben, ist das Beschaffen des entsprechenden Zubehörs einfacher geworden. Diese Shops nennen sich im Allgemeinen Growshops. Die Growschränke werden meist so konstruiert, dass sie praktisch verschiedene Abteilungen haben. Es gibt einen Bereich für eine Mutterpflanze, die einem zur Gewinnung von Stecklingen dient. Diese Stecklinge werden dann bis zur Blüte großgezogen. Der Betrieb eines Growschrankes ist relativ diskret, wenn er richtig konstruiert wurde und er garantiert das kontrollierte, saubere Wachstum.